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Baumpflege im Sommer

Im Bewusstsein vieler Verantwortlichen und Bürger/-innen ist verankert, dass zwischen dem 1. März und dem 30. September Bäume nicht geschnitten oder gefällt werden dürfen. Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau erinnert daran, dass der für den Baum verträglichere Sommerschnitt im Einklang mit dem aktuellen Bundesnaturschutzgesetzes steht:

Gesetz Baumarbeiten im Sommer in Bremen und Niedersachsen!
Gesetz Baumfällarbeiten im Sommer Bremen
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Welche Vorteile hat der Sommerschnitt?

 

Aus baumbiologischer Sicht ist bei den Laubbäumen der Sommerschnitt dem Winterschnitt vorzuziehen. Die Begründung lässt sich wie folgt zusammenfassen:

 

  • Im Sommer setzen unmittelbar baumeigene Abwehrmechanismen ein, die das Gewebe im Verletzungsbereich vor Lufteintritt und eindringenden Fäuleerregern schützen
  • An der Schnittstelle beginnt sich ohne Verzögerung Wundholz zu bilden, um die Verletzung schnellstmöglich zu überwachsen
  • Da der Baum erst an der Bildung neuer Reservestoffe ist, treibt er weniger stark nach, womit der gewünschte Lichtgewinn länger erhalten bleibt
  • An den Schnittstellen tritt viel weniger bis gar kein Blutungssaft aus, der einen Substanzverlust für den Baum darstellt und als Nährsubstrat für Fäuleerreger dient
  • In der Regel erfolgen die Schnittmaßnahmen sanfter, da sich mit jedem entfernten Ast der zunehmende Lichtgewinn erkennen lässt.

 

 

Das braucht der Baum:

Der Schnitt und die Pflege von Bäumen wurde durch unsere Kultur über Jahrhunderte geprägt. Bäume wurden geschnitten, wenn man Zeit für sie hatte: während im Sommer der Landwirt mit Feldern und Wiesen beschäftigt war, konnte er sich im Winter um die Obstbäume kümmern. Daraus entstand die Gewohnheit: Bäume werden im Winter geschnitten.

 

Die Zeiten ändern sich, die Gewohnheiten bleiben, manchmal zum Schaden der Bäume.

 

Heute ist erforscht, was die Biologie des Baumes fordert. In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen stand die Biologie des Baumes im Vordergrund. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten zeigen: Die Reaktion eines Baumes auf Schnittstellen und Wunden ist in der Zeit von April bis September deutlich besser als in den übrigen Monaten, Bäume haben nachweislich in der Vegetationszeit, bei aktiven Stoffwechsel, mehr Möglichkeiten, Schnittstellen und Wunden optimal zu überwallen und sich gegen Pilze aktiv abzuschotten. Gerade bei Baumpflegearbeiten in den Wintermonaten können Pilzinfektionen und Vitalitätseinbußen provoziert werden, da der Baum die Wunden in dieser Zeit nicht schützen kann. Pilzinfektionen können dann zu späterem Zeitpunkt zu Fäulnis in der Krone führen. Kronenbruch kann dann die Folge sein.

 

Das Ziel der Baumpflege ist jedoch ein möglichst vitaler, gesunder und verkehrssicherer Baum (siehe ZTV-Baumpflege). Fachgerechte Baumpflegemaßnahmen schützen und fördern daher den Lebensraum Baum besser als ein Gesetz es kann.

 

Die ZTV Baumpflege ist offiziell als „Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege“ anerkannt und berücksichtigt die aktuellen Erkenntnisse.

 

Unter dem Punkt „Ausführungszeit“ nimmt die ZTV Baumpflege, Ausgabe 2006, klar Stellung:

 

„Durch Schnittmaßnahmen treten die geringsten Folgeschäden auf, wenn sie während der Vegetationszeit ausgeführt werden….“Blutende“ Baumarten /z.B. Acer, Betula, Juglans) dürfen, falls Verkehrssicherheitsgründe dies nicht erfordern, in der Zeit des starken Saftdrucks nicht geschnitten werden.“

 

Der Schnitt muss also bei „blutenden“ Baumarten zur Vermeidung von Schäden im belaubten Zustand erfolgen. Die Gewohnheiten ändern sich: Bäume im Sommer zu schneiden ist biologisch sinnvoll und unterstützt den Baum in seiner Gesundheit.

 

Bezugsquelle der aktuelle ZTV Baumpflege: FLL Forschungsgesellschaft Landwirtschaftsentwicklung Landschaftsbau
www.F-L-L.de

 

 

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